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Sonntag, 28. Mai 2017

Wieder auf dem Holzweg [Tag 22]

Eigentlich sollte es heute früh losgehen. Naja. Dann regnete es und wir mussten anschließend noch unsere Vorräte in Uddevalla aufstocken. Also erstmal in die Stadt reinwandern. Dauert. Erst gegen 20 Uhr machten wir uns auf den Weg. Raus aus der Stadt. Und wieder war es am regnen. Dazu wollte sich kein toller Platz zum Zelten finden - und bei Regen Zelt aufbauen, naja, es gibt tolleres.
Also weiter, gleich die nächste Etappe angefangen und noch 11km zusätzlich zum Weg aus der Stadt raus drangehängt.
Gegen 0:00 trafen wir dann beim nächsten Shelter ein. Das besetzt war...

Proviant in Uddevalla [Tag 22] ▲GPS▲

N58°22.277
E11°56.105

Hier haben wir einen ICA Supermarkt gefunden wo wir unsere Vorräte aufstocken konnten. Leider nur einen ICA Närä (was in Deutschland sowas wie ein Nahkauf sein sollte), der nur ein sehr begrenztes Sortiment anbietet.

Wer sich noch weiter vom Trail entfernen möchte findet eine ganze Ecke weiter einen größeren ICA Supermarkt mit noch mehr Auswahl:
N58°21.347
E11°56.046


Wir haben uns mit dem kleineren Angebot arrangiert, da es schon spät war und wir noch Kilometer machen mussten - es nieselte schon leicht und wir wollten es möglichst bis zum nächsten Shelter schaffen. Insgesamt nicht ganz so schick hier - zumindest nicht, wenn man gerade aus schönster Natur kommt... Nee, aber einkaufen muss man ja auch mal, gehört ja auch dazu, und dann ist das u.U. nicht ganz so malerisch, wenn es dazu in die Vorstadt geht.



Zum Glück gab es hier auch einen türkischen Imbiss, so stärkten wir uns mal ganz untypisch und teils ungesund mit Pommes und einem Rollo. Das gab dann auch etwas Power für die nächsten Meter. Der Besitzer war so nett und bot uns Kaffee und WLAN aufs Haus an. Supernett.


Autofreie Wohnsiedlung in Uddevalla [Tag 22]

Heute haben wir etwas Beeindruckendes gesehen: Im Außenbereich von Uddevalla gibt es - wie in vielen Städten - Siedlungen wo recht viele Menschen wohnen. Die kann man natürlich in grauen Betonklötzen unterbringen. Ist dann halt Scheiße.
Oder man macht es wie hier: Einzelne kleine Häuschen, ziemlich dicht an dicht, aber jeweils mit etwas Garten. Oder auch Häuser mit mehreren Parteien. Aber immerhin alles farbig und freundlich. Dazwischen keine Straßen für Autos - sondern superglatte und breite Radwege ohne Absätze und Bordsteine. Für Autos gibt es drumrum außerhalb Parkplätze und Garagen. In den Siedlungen gibt es aber keinen Autoverkehr. Dazu an vielen Punkte Bushaltestellen.

Wieso gibt es das bei uns nicht so?