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Donnerstag, 15. Juni 2017

Ein Tag auf dem Norra Bullaresjön [Tag 40]

Da wir eh schon auf dem Campingplatz übernachten mussten um im Nachbarort unseren Einkauf zu erledigen, nutzten wir das Angebot ein Motorboot für den Rest des Tages zu mieten. Erstaunlich günstig, dafür hätte man in Deutschland vielleicht 2 Stunden Tretboot fahren können.

So brachen wir gegen 15 Uhr auf - gegen den Wind machte der kleine Suzuki Außenborder nur so 6 km/h, mit Vollanschlag 7km/h - aber das was dann nur viel mehr Gebrülle für wenig mehr Geschwindigkeit. Der Nordteil des Bullaresjön (Norra Bullaresjön) ist gut 7km lang und es dauert dann doch, bis man einmal rüber ist - wenn man noch die vielen Buchten und Inseln erkunden möchte. Nach einer Knäckebrot-Pause an einem Stand am Südende machten wir uns abends auf den Rückweg.

Nach hundert Metern fing der Motor an zu stottern und zu spucken. Benzin alle!? :o
Was? 5 Liter weg? Oder wie voll war der Tank eigentlich? Zum Glück hatte der Vermieter einen Kanister mit ca. 1,5 Liter Reserve mitgegeben. Damit - so sagte er - käme man immer wieder zurück, egal wo man auf dem See wäre. Naja. Bei Gegenwind vielleicht auch nicht, sonst wäre der Hinweg nicht so auf den Tank geschlagen. Mit Halbgas dann zurück getuckert, zum Glück mit Rückenwind, so machte das Boot auch mit mittlerer Drehzahl gut 8 - 9km/h. Trotzdem recht spannend... Wie immer, ob Essen oder Benzin, wir fahren immer auf Reserve :)

Zum See, nunja, siehe Bilder. Wenngleich man allerdings die Weite mit den Fotos immer schlecht authentisch vermitteln kann.













Mittwoch, 14. Juni 2017

Kulturschock Campingplatz vs. Bohusleden [Tag 39] ▲GPS▲


Da wir unseren ganzen Proviant nahezu aufgebraucht hatten und hofften in Vassbotten einkaufen zu können (was aber nicht geht) mussten wir uns auf Campingplatz Bullarebygdens Camping (Website) einquartieren.

Ein ganz ordentlicher und schön gelegener Platz, sicher - doch im Vergleich zu der schönen Natur und Einsamkeit am Bohusleden hat man hier doch arg zu kämpfen, um sich hier einzufinden, zwischen Dauercampern mit fetten Wohnwagen eng an eng. Ein sehr seltsames Gefühl nach 1½ Monaten Natur pur.

Immerhin, für 5 Kronen kann man hier 3,5 Minuten heiß duschen, das dürfte ja etwas sein, auf das sich so mancher doch freut. Es gibt vernünftige Toiletten, einen öffentlichen Abwaschraum mit Herd und Mikrowelle und WLAN. Das Zelt kostet 180 Kronen die Nacht, man kann sich auch eine Hütte mieten, was deutlich teurer ist (siehe Homepage).

Was man nicht erwarten sollte: eine Einkaufsmöglichkeit. Die gibt es hier nicht! Dazu muss man ins Örtchen Östad trampen, denn ein Bus fährt nicht! Siehe den Blogartikel über Vassbotten.

Wenn man in die Richtung guckt geht es - Ausblick auf den Norra Bullaresjön

Hier sieht man jedoch die Camperlawine.
Naja, der Ansturm sollte noch folgen - jetzt ist es noch leer.