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Montag, 3. Juli 2017

Ach ja, das mit dem Zelten auf dem Berggipfel...

Jetzt die Auflösung.

Tja, wer hätte es geahnt, dass es nicht so die smarte Idee ist, sein Zelt genau auf einem Berggipfel aufzuschlagen? OK, Gewitter standen jetzt nicht an.

Aber es war schon etwas windig. Wie gesagt, den kurzen Gedanken, dass man sein Zelt ja eher an einem möglichst geschütztem Ort aufbauen sollte, den hätten wir ja - geflasht von der geilen Aussicht - ja einfach mal beiseite geschoben.

Ja, Nachts ist es ja eher windstiller. Merkten wir dann. Obwohl - es war schon abends recht windig. Kein Vergleich jedoch zu morgens. Da trieb uns der Sturm raus, weil wir Angst hatten, dass er das Gestänge brechen und das Zelt zerdrücken würde. Obwohl wir ein sehr gutes Zeit dabei hatten, dass durchaus für Skandinavien mehr als geeignet und sogar von einer hier ansässigen Firma entworfen wurde - hier auf dem Gipfel kam es dann an die Grenzen. Zumindest hatten wir mächtig Angst ums Material.

Und dann die Frage: Zelt abbauen bevor das Gestänge bricht oder irgendwas reißt - klar! Aber wie?

Die falsche Reihenfolge und die Zerstörung geht fixer als sowieso. Also genau überlegen, welcher Hering zuerst entfernt werden kann, welche Stange man wie raus kriegt...

Adrenalin pur - und das kurz nach dem Aufstehen und hektischem Packen. Es hat dann zu zweit gerade so hingehauen, alleine hätte man das Zeit hier nicht heile wegbekommen...

Wieder was gelernt (was man aber ja eigentlich vorher schon wusste).

Middagsdalfjellet um 0:30 Uhr inkl. Lofotenblick

So, Essen ist drin, kalt und windig ist es hier, es konnte auch wärmer und heller sein, aber die Mitternachtssonne wird leider immer teilweise von dicken Wolken verdeckt. Hier noch einige nette Ausblicke vom Middagsdalfjellet in alle Richtungen...

Kochen mit Blumen & Benzin

Auch hier wieder hübsche Blumen, nettes Ambiente - und der einzig windstille Ort hier oben - um gegen 23:45 endlich mal zu kochen.

Wir schleppen ja nun seit 2 Monaten den Benzinkocher inkl. 859ml Benzin mit rum. Okay, auf dem einem Campingplatz haben wir den schon benutzt, da ging es nicht mit dem Solo Stove. Aber hier - die letzten Bäume haben wie 250 Meter weiter unten hinter uns gelassen (Baumgrenze hier im Norden) - gibt es nun mal nur Gras, Blumen, Steine und Schafe. Nichts, was wirklich gut zum Betrieb des Solo Stove in Betracht kommt.

Fotos @23:45

Zelten auf dem Middagsdalfjellet. Cool, aber ziemlich blöde Idee!

Ja. Da waren wir also oben. Eigentlich wollten wir ja unten am See zelten. So auf 506 Metern. Aber wer will quasi im Tal hocken, wenn man diese Aussicht haben kann? Hammer hier oben! Und eine Stelle sah einigermaßen gerade aus, so gerade, wie man das hier am Berg eben so bekommen. Es klopften einige Bedenken an (Hmm, wo baut man ein Zelt möglichst auf? Wo nicht?) und wurden kurzer Hand weggewischt. Aussicht gegen Verstand 1:0.

Ist ja auch schön hier. Der Blick auf die Lofoten. Wow. Okay, lass hier Zelten. Für genau sowas sind wir ja hier! 

Und dann kamen auch noch ein paar neugierige Schafe vorbei, die nicht glauben konnten, dass hier jemand zelten würde.

Fotos @22:45 - 23:15 Uhr

Erste Blicke vom Middagsdalfjellet (566m) inkl. Lofoten

Endlich oben, hier ein paar erste Fotos. Die meisten wieder Richtung Meer (West, Nord/West) und eins runter zum See Sandjordvatnan, der auf ca. 506m über dem Meer liegt.

Dazu - ich kann es nicht vermeiden, bei der Vorlage - natürlich wieder die Lofoten im Nichtsonnenuntergang. Geht hier ja einfach nicht unter, das Teil! 

Fotos ca. @22:00 - 22:30 Uhr 

Der erste Schnee (letzter Junitag!)

Um auf den Middagsdalfjellet hinauf zu gelangen mussten wir noch etwas rauf und runter, unter anderem am Brennakselfjellet (446m) und am Svensdalfjellet (607m) entlang - zum Glück waren das Gelände über Bergrücken einigermaßen verbunden. So ging es also nicht immer wieder runter auf 0 Meter...

Und am Hang des Svensdalfjellet trafen wir dann auf unseren ersten Schnee. Naja, gesehen hatten wir schon massig, aber so zum Anfassen und Schneeballschlacht machen... So nah waren wir jetzt zum ersten Mal. Am 30. Juni standen wir also im Schnee. Zugegeben, nur ein kleiner Rest (ok, kommt auf den Maßstab an, wenn man das in der Einfahrt hat...) aber mehr sollte später folgen. Schon irgendwie komisch.

In den letzten Tagen war das mit dem Schnee auf den Bergen auch schon etwas weniger geworden, wir hatten 3 Tage echt gutes Wetter mit einigermaßen viel Sonne, davon ein Tag mit durchgehend Sonne. Aber das sind schon enorme Eis- und Schneemassen, die hier noch an den Berghängen kleben und jetzt langsam abschmelzen.

Omgamfjellet -> Brennakselfjellet -> Middagsdalfjellet (566m)

So, da wir eh nicht wirklich die Ambition hatten direkt auf den Skautuva (626m)hinauf zu klettern und wir auch noch Wasser zum Trinken und Essen kochen brauchten, dachten wir daran das Zelt am See Sandjordvatnan (~500m) aufzuschlagen (wäre ein auch eine gute Idee gewesen, aber dazu später mehr).

Erst einmal mussten wir aber auf den Middagsdalfjellet rauf, der an der Spitze 566m über dem Meer thront.

Hier auch ein Blick zurück nach Bodø - was man nicht sieht, was aber rechts hinter den Bergen liegt - und auf den Saltforden, der zwischen den Bergen hindurchschaut und auch einen Blick auf die dahinterliegende Bergkette ermöglicht.