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Montag, 3. Juli 2017

An der Flanke des Svensdalfjellet

Hier noch mal ein Blick von der Flanke des Svensdalfjellet zurück zum Brennakselfjellet und dem Omgamfjellet. Schon deutlich an Höhe gewonnen. Naja, in Wahrheit nicht gewonnen, wir mussten das alles selbst erklimmen...

Dazu noch ein Blick westlich, nord/westlich, zur Insel Landegode mit dem Berg Rypdalstinden (802m) und dahinter die Lofoten, noch mal etwas rangezoomt. 

Zeit ca. 21:16 Uhr 

Der erste Schnee (letzter Junitag!)

Um auf den Middagsdalfjellet hinauf zu gelangen mussten wir noch etwas rauf und runter, unter anderem am Brennakselfjellet (446m) und am Svensdalfjellet (607m) entlang - zum Glück waren das Gelände über Bergrücken einigermaßen verbunden. So ging es also nicht immer wieder runter auf 0 Meter...

Und am Hang des Svensdalfjellet trafen wir dann auf unseren ersten Schnee. Naja, gesehen hatten wir schon massig, aber so zum Anfassen und Schneeballschlacht machen... So nah waren wir jetzt zum ersten Mal. Am 30. Juni standen wir also im Schnee. Zugegeben, nur ein kleiner Rest (ok, kommt auf den Maßstab an, wenn man das in der Einfahrt hat...) aber mehr sollte später folgen. Schon irgendwie komisch.

In den letzten Tagen war das mit dem Schnee auf den Bergen auch schon etwas weniger geworden, wir hatten 3 Tage echt gutes Wetter mit einigermaßen viel Sonne, davon ein Tag mit durchgehend Sonne. Aber das sind schon enorme Eis- und Schneemassen, die hier noch an den Berghängen kleben und jetzt langsam abschmelzen.

Omgamfjellet -> Brennakselfjellet -> Middagsdalfjellet (566m)

So, da wir eh nicht wirklich die Ambition hatten direkt auf den Skautuva (626m)hinauf zu klettern und wir auch noch Wasser zum Trinken und Essen kochen brauchten, dachten wir daran das Zelt am See Sandjordvatnan (~500m) aufzuschlagen (wäre ein auch eine gute Idee gewesen, aber dazu später mehr).

Erst einmal mussten wir aber auf den Middagsdalfjellet rauf, der an der Spitze 566m über dem Meer thront.

Hier auch ein Blick zurück nach Bodø - was man nicht sieht, was aber rechts hinter den Bergen liegt - und auf den Saltforden, der zwischen den Bergen hindurchschaut und auch einen Blick auf die dahinterliegende Bergkette ermöglicht. 

Aussicht vom Omgamfjellet auf Vågøya und Landegode

Die recht flache und küstennahe Insel (~40m) heißt Vågøya. Die prägnante, große Insel, die in vielen Bildern westlicher Ausrichtung immer wieder auftaucht und auch wegen der Berge darauf schockt heißt ganz schlicht Landegode. Der größte Berg auf der Insel - der Rypdalstinden - ist 802m hoch.

Unten noch mal ein Blick die Küste runter, Richtung Süd/West wo Bodø liegt 

Überall Blumen

Inzwischen befanden wir uns überhalb der Baumgrenze, hier schon zwischen 350m und 400.

Überall findet man hier kleine Blumennester. Teils auf einem festen moosartigen Ballen. Voll niedlich, ganz flach anliegend, sieht fast aus wie Blumenarrangements aus dem Legokasten :)

Die Gräser schaffen es hier auch nicht besonders hoch zu wachsen, so hat man etwas wie eine recht kurz gemähte Blumenwiese. Also dort, wo keine Steine sind. Oder Schnee.


Die Rentiere vom Omgamfjellet

Eigentlich wollten wir den Omgamfjellet (421m) und den Brennakselfjellet (446m) nur touchieren, aber dann erzählte das Navi noch was von einem Geocache da oben, dessen Listing wiederum von einer einmaligen Aussicht. Man könne ggf. die Lofoten von hier sets sehen, wenn das Wetter mitspielen würde. Hui, da haben wir also bisher schon top Wetter gehabt?

Also, kurz mal ein Stück des Berges Omgamfjellet hoch und da sahen wir dann auch die "Rentiere". Daher kamen also all die Fellbüschel. Schafe! Aber immerhin: voll knuffig!

In Deutschland kann man inzwischen kaum noch geocachen gehen, oft nur noch blöde belanglose Caches an beknackten Orten (Ausnahmen bestätigen die Regel leider) - und hier? Wir fanden hier einen Geocache von Oktober 2009 vor. 8 Jahre alt. Das erste Logbuch, sag aus wie frisch aus dem Laden. Bisher erst vier Seiten beschrieben. Tauschgegenstände noch vorhanden. Und die Aussicht der Hammer - so kann Geocaching auch aussehen? Man kann sich kaum noch erinnern... Hier hätte man sich auch über einen ollen Mikro gefreut. War aber eher ein Regular. Wow. Und dazu: Unser bis jetzt nordlichster Geocache.

Sonntag, 2. Juli 2017

Vom Soløyvatnet zum Omgamfjellet hoch

Heute vom Junkerfjellet losgelaufen, das gute Wetter nutzen. Für Montag ist mieser Regen angesagt. Also runter vom Junkerfjellet, die ganzen schönen Höhenmeter wieder auf ca. 30m runter.

Eigentlich sollte es zu einem Shelter ein kurzes Stück oberhalb des Sees Soløyvatnet gehen. Kein Gewaltakt. An dessen Ufer angekommen war es zwar gar nicht mehr weit, aber...

Erstens sagen wir ein Schild für einen Wanderweg zum Berg Skautuva (626m). Zweitens hatten wir ja jetzt erfahren, wie es hier um die Shelter so bestellt ist und, dass diese nicht unbedingt einen Vorteil darstellen. Auf dem Weg zum Skautuva hingegen sollte es laut Karte einige Seen geben. Bestimmt wäre da ein toller Zeltplatz irgendwo.

Also ein paar Kekse eingeworfen und los gings. Die Wege recht okay zu laufen eigentlich, aber ab Seeufer einfach nur scheiße steil. OK, da wussten wir noch nix über den Abstieg auf der anderen Seite. Hier sollte es jedenfalls auf 7,3km auf 626m hoch gehen, über verschiedene Bergrücken.

Dank steilem Anstieg bot sich auch recht zügig eine tolle Aussicht. Dazu kreuzten immer wieder kleinere oder größere Bäche unseren Weg, absolut klar, Schmelzwasser.